Das Pflegeneuordnungsgesetz - Der Widerspruch geht weiter

In der Vergangenheit haben wir schon mehrfach zu diesem Thema veröffentlicht.
Die Positionen der Betroffenen hierzu sind ja sehr eindeutig und klar.

Während der neue fachfremde Bundesgesundheitsminister sich noch einarbeitet, nimmt die Zahl der Petitionen und Positionspapiere immer mehr zu.
Dies hat nichts mit Parteipolitik oder Lobbyinteressen zu tun, sondern ist einfach einer geplanten drastischen Verschlechterung zum Beispiel für pflegende Angehörige geschuldet.
Diese leisten einen Großteil von notwendiger Pflege zu Hause bzw. ermöglichen diese erst.

Der Bundesverband pflegender An- und Zugehöriger "wir pflegen e.V." hat in seinem Positionspapier „Eigenanteile und finanzielle Belastung in der häuslichen und stationären Pflege“ unter anderem festgehalten:

"Die Eigenbeteiligung steigt in beiden Versorgungsformen. Im Pflegeheim ist sie sichtbar und liegt im ersten Aufenthaltsjahr bei durchschnittlich 3.245 Euro im Monat (vdek, 22.01.2026). In der häuslichen Pflege bleibt sie verdeckt: als Zuzahlungen von im Schnitt 469 Euro monatlich in Pflegehaushalten, die ergänzende Pflegeleistungen nutzen (WIdOmonitor 1/2026), als verfallende Leistungsansprüche und vor allem als unbezahlte Arbeit und Erwerbsverzicht."

Heinrich Stockschlaeder, Vorstand von "wir pflegen e.V." sagt es deutlch: 

„Die zentrale Frage der Familien ist nicht der Rhythmus eines Zuschlags, sondern ob Pflege bezahlbar bleibt. Das PNOG beantwortet sie nicht – es verschiebt Kosten zu den Pflegebedürftigen und ihren An- und Zugehörigen. Wer zu Hause pflegt, zahlt vierfach: mit Geld, mit Zeit, mit Zurückstellung eigener Bedürfnisse und mit der eigenen Alterssicherung“.

Das ganze Positionspapier könne Sie hier herunterladen. Zur Info: Der Bundesverband "wir pflegen e.V." ist eine Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation pflegender Angehöriger.

Die Diakonie in Bayern setzt sich mit verschiedenen Aktionen gegen den geplanten Abbau des Sozialstaats sowie gegen das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) ein.
Vom 5. August bis 16. September 2026 gibt es eine Online-Petition, die gern bundesweit unterstützt werden kann. 
Den Link zur Petition finden Sie hier.